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Tchyně a uzený (Schwiegermutter und Rauchfleisch)

  • Romantische Komödie darüber, wozu eine Schwiegermutter alles fähig ist

  • Sandra Nováková, Libuše Švormová, Martin Trnavský und weitere

  • Drehorte in Brünn: Café „Zeman“ (Zemanova kavárna), Palais Convalaria (Palác Convalaria), Platz der Republik (náměstí Republiky), Schloss in Líšeň und weitere

ÜBER DEN FILM

Die romantische Komödie Tchyně a uzený handelt davon, wozu eine ihren erwachsenen Sohn krankhaft liebende Mutter alles fähig ist. Sylvie heiratet den jungen Arzt Hynek, ein fünfunddreißigjähriges Einzelkind, das emotional eng an seiner Mutter Elizabeth hängt, die ihn mit ihrer krankhaften Mutterliebe an sich gebunden hat und sich nicht vorstellen kann, dass sie ihn mit jemandem „teilen“ sollte. Darüber hinaus hat sie eine pathologische Angst vor einer möglichen Einsamkeit. Die Angst und die besitzergreifende Liebe zu ihrem Sohn führen dann dazu, dass sie versucht, die Ehe in jeder nur erdenklichen Weise zu verhindern. Als ihr das nicht gelingt, spielt sie ein ausgeklügeltes Spiel, um die Ehe zu zerstören. Ironischerweise rächt sich jedoch ihr intrigantes Verhalten.

  • Fernsehfilm
  • Tschechien, 2011
  • Drehorte in Brünn: Šmídkova 7, Café „Zeman“ (Zemanova kavárna), Palais Convalaria (Palác Convalaria), Platz der Republik (náměstí Republiky), Zemědělská 42, Líšeň – Schloss, Brünner Talsperre (Brněnská přehrada)
  • Drehorte in Südmähren: Omice – Tetčická (Übergang), Jevišovice – Neues Schloss
  • verwendetet Fotografien: Česká televize Brno (Tschech. Fernsehen Brünn)
  • Vorlage: Simona Monyová
  • Drehbuch: Eva Papoušková
  • Regie: Jitka Wimmerová
  • Darsteller: Sandra Nováková, Libuše Švormová, Jitka Čvančarová, Martin Trnavský, Petr Kunert, Marie Ludvíková und weitere

ÜBER DIE DREHORTE

Café „Zeman“ (Zemanova kavárna)

Das heutige funktionalistische Café „Zeman“ im Park Koliště ist eine Nachbildung des ursprünglichen Baus, der in den Jahren 1926–1964 unweit des Janáček-Theaters (Janáčkovo divadlo) stand. Das ursprüngliche Gebäude wurde vom Architekten Bohuslav Fuchs entworfen. Das Café wurde dann in den fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts verstaatlicht und diente als Kindergarten. Im Jahr 1964 wurde es abgerissen und Ende des 20. Jahrhunderts nach einem Projekt der Architekten Zbynek Pecha und Jana Janíková neu erbaut. Da es keine Fotos vom Interieur gab, suchte man Zeitzeugen, die Aufschluss bezüglich seiner früheren Form geben konnten. Leider deckten sich ihre Erinnerungen nicht miteinander, und so wurde das Interieur mit Möbeln aus den 20er und 30er Jahre ausgestattet.

Palais Convalaria (Palác Convalaria)

Das Palais, parallel zu den Straßen Česká und Veselá, entstand im Jahr 1937 als Miets- und Kaufhaus nach einem Entwurf von Oscar Poříska. Das sechsstöckige Gebäude, zu dem auch die kürzeste Passage in Brünn gehört, steht an der Stelle  des ehemaligen Stadttors und seine unverwechselbare Gestalt bildet eine moderne Dominante des Eingangs zum historischen Stadtkern.

Der Bau weist zahlreiche anspruchsvolle funktionalistische Details auf, wie zum Beispiel keramische Fliesen mit abgerundeten Ecken an der Fassade. Im Erdgeschoss befand sich bis zum Ende des 20. Jahrhunderts die Parfümerie Convalaria, nach der das gesamte Gebäude benannt wurde, und in der ersten Etage war bis in die 70iger das Café von Alois Dorotík ansässig. Im Jahr 2008 wurde das Gebäude von den Architekten Jindřich Škrabal und Ludvík Grym rekonstruiert.

Platz der Republik (Náměstí Republiky)

Der Platz der Republik im Brünner Viertel Husovice hat eine längliche Form, eine Parkanlage und wird durch die Jugendstil-Kirche des Heiligen Herzens unseres Herren (kostel Nejsvětějšího Srdce Páně) von 1910 dominiert. Sie ist eine der wenigen modernen Kirchen in Brünn und wurde vom Architekten Prof. Arch. Karel Hugo Kepka erbaut. Sie ist als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt. Die Grundkonstruktion besteht aus Betonplatten mit einer Breite von 1 Meter und einer Tiefe von 8 Metern. Der Kirchturm ist 60 Meter hoch. Es befinden sich hier auch eine Grundschule und ein Gymnasium.

Das Schloss in Líšeň

Das Barockschloss in Líšeň entstand nach 1714 als Umbau einer älteren Renaissance-Festung, Anfang des 19. Jahrhunderts wurde es umgestaltet. Es ist als Kulturdenkmal der Tschechischen Republik geschützt. 1819 erbte das Schloss und die Ländereien die Familie Belcredi, die das Schloss im klassizistischen Stil gestaltete. Vor dem Jahr 1826 wurde der ursprüngliche Barockgarten zum Landschaftspark umgestaltet, wobei die ursprüngliche Anordnung jedoch erhalten blieb. Das Schloss diente bis 1949 der Familie als Residenz, dann wurde es von der Tschechoslowakei konfisziert. Im Jahr 1967 wurde hier ein Festsaal eingerichtet. 1992 wurde das verfallene Schloss den Belcredis im Rahmen der Restitution zurückgegeben.

ETWAS INTERESSANTES ÜBER DIE DREHARBEITEN:

Es ist der erste von drei im Brünner Studio des Tschechischen Fernsehens (ČT) verfilmten literarischen Bestsellern der populären Brünner Künstlerin Simona Monyová. Es folgten die Filme: Roznese tě na kopytech (Regie: Olga Dabrowská, Drehbuch: Jan Gardner, Irena Pavlová; Darsteller: Jiří Dvořák, Klára Krejsová; Milan Šteindler und weitere; ČT 2013) und Sebemilenec (Regie: Filip Renč, Drehbuch: Eva Papoušková und Filip Renč; Darsteller: Simona Stašová, Jaroslav Dulava und weitere; ČT 2013), auch in Brünn und Südmähren gedreht.

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