• Schwarze Komödie über die Unterzeichnung der Charta aus Versehen

  • Mit Ivan Trojan, Zuzana Stivínová und weiteren

  • Drehorte in Brünn: Cejl-Straße (ulice Cejl), Maloměřicer Brücke (Maloměřický most), Brünner Talsperre (Brněnská přehrada) und weitere

ÜBER DEN FILM

Osmy ist die Geschichte eines Mannes, der gegen seinen Willen zum Helden wird. Es ist Januar 1977 und der unbedeutende Beamte Richard hat Zahnweh, aber auch Angst vor dem Zahnarzt, und so geht er in die Kneipe, um sich Mut zu machen, trinkt ein paar Schnaps und unterschreibt aus Versehen die Charta … Damit verändert sich sein bisher tristes Leben vollständig. Die einen halten ihn für gefährlich und wollen ihn loswerden, die anderen möchten seine Kontakte in den Westen nutzen. Für die einen stellt er eine Bedrohung dar, für die anderen wurde er zum Helden und für die allgegenwärtige Staatssicherheit (STB) ein wichtiges Objekt von Interesse … Dabei will er einfach nur sein gewöhnliches Leben ohne große Entbehrungen und Sorgen leben. Eine komödiantische Geschichte aus der Zeit der Normalisierung darüber, wie schwierig es ist, in einer Welt und Zeit zu leben, wo verdrehte Regeln gelten.

  • Fernsehfilm – schwarze Komödie
  • Tschechien, 2014
  • Drehorte in Brünn: Kreuzung der Nováčkova- und Elgartova-Straße, Restaurant Mikulášek, Elgartova 8, Cejl 123a und 86, Svitavské nábřeží 15 und 17, Trnkova 117 (Objekt ČT-TS Brno vor der Rekonstruktion), Nad Pisárkami 1, Maloměřicer Brücke (Maloměřický most), Kreuzung Cejl – Francouzská-, Vlhká-Straße 19 und 26, Husovická 1, Straße Jana Svobody, Halasovo nám. 1 (Arztpraxis), Obřanská 180 und Straßenbahnendhaltestelle, Wehr Obřany, Brünner Talsperre (Brněnská přehrada)
  • verwendetet Fotografien: Česká televize Brno (Tschech. Fernsehen Brünn)
  • Drehbuch: Marek Epstein
  • Regie: Jiří Strach
  • Darsteller: Ivan Trojan, Zuzana Stivínová, Gregor Bauer, Josef Dvořák, Jiří Dvořák, Zuzana Kainarová, Miroslav Krobot, Simona Babčáková, Oldřich Navrátil, Lukáš Hlavica, Vít Karas, Marek Taclík, Tomáš Töpfer, Andrea Daňková, Tomáš Sagher, Michal Pavlata, Milan Němec, Veronika Schönová, Petr Jančařík

ÜBER DIE DREHORTE

Cejl-Straße (Ulice Cejl)

Der spezifische Brünner Stadtteil unterscheidet sich in seinem Charakter deutlich vom nahe gelegenen Zentrum. Ehemals ein Industriezentrum und Zuhause von Geschäftsleuten trägt es  heute Spuren einer sozial ausgegrenzten Lokalität und ist von der dort lebenden Roma-Kommune geprägt. Der Blick auf die Lokalität ändert sich allmählich. Zur Wahrnehmung der besseren Seiten dieses Ortes hat der originelle Führer von Kateřina Šedá „BRNOX / průvodce brněnským Bronxem (Ein Führer durch die Brünner Bronx)“ beigetragen und im ehemaligen Zuchthaus finden zahlreiche kulturell-soziale Aktivitäten unter der Schirmherrschaft des Projekts „Das Zuchthaus lebt (Káznice žije)“ statt. Der Name der Straße Cejl rührt vom ursprünglichen Aussehen der ehemaligen unabhängigen Gemeinde her, deren Häuser in einer Linie (Zeile) entlang der Hauptstraße von Brünn nach Zábrdovice standen.

Maloměřicer Brücke (Maloměřický most)

Die Brücke, die die Ufer des Svitava-Flusses zwischen der Valchařská- und Selská-Straße verbindet, hieß früher Jubilejní (Jubiläums-), heute Maloměřicer. Sie wurde im Jahr 1928 nach einem damals vier Jahre alten Entwurf von Bohuslav Fuchs und Karel Kotas erbaut. Im Jahr 1995 wurde eine großangelegte Reparatur durchgeführt. Die Brücke besteht aus 3 parallelen Dreigelenkbögen mit einer Spannweite von 33 m mit einem Querschnitt von 1 Quadratmeter, einer Zwischenbrücke und es gibt hier interne Momentgelenke. Über die Brücke fahren Straßenbahnen und Pkws, Lkws ist die Zufahrt verboten. Diese Brücke ist die einzige in Brünn, die im April 1945 von den Deutschen nicht  zerstört wurde.

Brünner Talsperre (Brněnská přehrada) 

Sie entstand durch den Bau des Staudamms am Fluss Svratka, durch die Überflutung des Tals mit dem Dorf Kníničky. Ursprünglich sollte die Brünner Talsperre als Wasserreservoire für Brünn dienen. Heutzutage wird sie zur Erholung und auch als Quelle elektrischer Energie genutzt. Die Idee zum Bau eines Staudamms am Fluss Svratka gab es seit Österreich-Ungarn, aber zu  Umsetzung kam es erst in den Jahren 1936-1940. Der Bau des Staudamms erfolgte während der Wirtschaftskrise. Ziel war es daher, so viele Arbeiter wie möglich unter Verwendung einer minimalen Menge an Mechanisierung zu beschäftigen. Von Veverská Bítýška nach Bystrc misst sie weniger als 10 km. Die überflutete Fläche beträgt 259 ha. Die meisten Bereiche des Dammes sind Teil des Naturparks Podkomorské lesy.

ETWAS INTERESSANTES ÜBER DIE DREHARBEITEN

Für die Dreharbeiten wurde ein Teil der Cejl –Straße verändert (von der Kreuzung mit der Vranovská-Straße bis zur Zábrdovicer Brücke), die so in die Zeit von vor fast 40 Jahren zurückkehrte. Es wurden die Aushängeschilder von Geschäften geändert und die Schaufenster mit Waren gefüllt, die dem Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entsprachen.

Der Film erhielt mehrere Preise: Prix Europa 2014 – bester Fernsehfilm in der Kategorie TV Fiction (Berlin 2014); Hauptpreis des Festivals Novoměstský hrnec smích – Zlatý PRIM (Goldene PRIM) als beste Fernsehkomödie, beste männliche Hauptrolle Ivan Trojan, beste weibliche Hauptrolle Zuzana Stivínová (Nové Město nad Metují 2014).

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