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Ehemaliges Zuchthaus in der Cejl-Straße (Bývalá Káznice na Cejlu)

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Vorherige Folgende
  • Ehemaliges Gefängnis und ein düsterer Ort für Hinrichtungen politischer Gefangener

  • Auf der gegenüber liegenden Straßenseite stand die Kapelle der St. Anna

  • Kulturelle Veranstaltungen, Bemühungen zur Errichtung eines kreativen Zentrums

Das Zuchthaus in der Cejl-Straße war von 1784 bis 1956 in Betrieb

Das Gefängnis stand zwar immer im Schatten des berühmteren Spielberg-Kerkers, aber dennoch ist sein Schicksal nicht weniger interessant. Der ausgedehnte, ursprünglich vierflügelige Bau ist schon vor langer Zeit von den umliegenden Gebäuden absorbiert worden, aber zum Zeitpunkt seiner Entstehung stand er an einem Ort, wo die letzten Häuser der Vorstadt endeten. Seine Geschichte geht auf das Jahr 1770 zurück, als mittels Hofdekrets ein Zuchthaus für ganz Mähren errichtet wurde. Die Grundsteinlegung erfolgte zwei Jahre später. Im Jahr 1778 zogen hier aber statt der Sträflinge 147 Waisenkinder aus dem Brünner Jesuitenkolleg ein. 1784 löste Kaiser Josef II. das Waisenhaus auf, das Areal erhielt wieder seine ursprünglich vorgesehene Funktion zurück und in den folgenden Jahrzehnten wurden die Sträflinge vom Spielberg hierher übersiedelt. Die dunkelste Epoche war zu Zeiten des Protektorats und nach 1948, als hier viele politische Häftlinge inhaftiert und auch hingerichtet wurden.

Auch einige bekannte Persönlichkeiten waren hier gefangen, z. B. Anfang des 20. Jahrhunderts verbrachte der Dichter Petr Bezruč eine kurze Zeit im Zuchthaus. Ein weiterer „berühmter“ Häftling war der Dichter und Schriftsteller Zdeněk Rotrekl, der ursprünglich wegen angeblicher staatsfeindlicher Verschwörung zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. In Cejl war er 1951 inhaftiert, bis er in eine andere Justizvollzugsanstalt verlegt und 1962 amnestiert wurde.

Das Gefängnis diente bis 1956 seinem Zweck. Nach dessen Abschaffung wurde das Areal bis 2006 vom Mährischen Landesarchiv (Moravský zemský archiv) genutzt. Gegenwärtig gibt es viele Bemühungen, den gesamten Komplex zu beleben. Das TIC BRNO veranstaltet hier thematische Führungen und die Räumlichkeiten werden für einmalige Kulturveranstaltungen, wie z. B. für Ausstellungen, Workshops, Theatervorstellungen, Konzerte u. Ä. vermietet. Das Brünner Filmbüro bietet das Zuchthaus auch als interessante Filmkulisse an.

Eine Möglichkeit der zukünftigen Nutzung ist die Errichtung eines sog. kreativen Zentrums mit Ateliers, Ausstellungsräumen, Werkstätten, einem Theatersaal, Kino, Café etc.

In den 90iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts dienten die Gebäude verschiedenen Zwecken, dem Mährischen Landesarchiv oder der Polizei der Tschechischen Republik. Derzeit gibt es hier regelmäßige Führungen des TIC BRNO und das Zuchthaus erhält neue Aufgaben dank dem Projekt „Káznice žije (Das Zuchthaus lebt)“. Das Brünner Filmbüro bietet das Zuchthaus auch als interessante Filmkulisse an.

Adresse und Kontakt

Bratislavská 68
602 00 Brno

+420 542 427 160
taufarova@ticbrno.cz

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