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Četnické humoresky (Gendarmerie-Humoresken)

  • Eine der erfolgreichsten Serien des Tschechischen Fernsehens

  • Über eine Gendarmerie-Station mit Tomáš Töpfer in der Hauptrolle

  • Drehorte in Brünn: Spielberg (Špilberk), Lužánky und Denis-Gärten (Denisovy sady), Villa Jurkovič (Jurkovičova vila), Villa Löw-Beer, St.-Jakobs-Kirche (kostel sv. Jakuba), Kamenná kolonie und weitere

ÜBER DIE SERIE

Das umfangreichste (39 Teile) und eines der erfolgreichsten (TýTý-Preis für die Serie des Jahres 2005) Projekte des Brünner Studios des Tschechischen Fernsehens basiert auf dem Konzept des Polizeihistorikers Michal Dlouhý. Vor dem Hintergrund der Klärung kleinerer Kriminalfälle präsentieren uns die Gendarmerie-Humoresken nicht nur die Tätigkeit einer einzigartigen Sicherheitsabteilung der Ersten Republik – der Gendarmerie- Station, sondern auch das persönliche Leben ihrer einzelnen Mitglieder. Das Leben, auf das natürlich auch die politische Situation in den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts einwirkt. Das gemeinsame Merkmal aller Episoden ist nicht nur die Teilnahme führender Schauspieler, sondern vor allem aber die nachsichtige Perspektive der Schöpfer. Eben – Humoresken.

  • Fernsehserie
  • Tschechien / 1997–2007
  • Drehorte in Brünn: Jaselská Kaserne (existiert nicht mehr), Spielberg (Špilberk), Lužánky, Denis-Gärten (Denisovy sady), Villa Jurkovič (Jurkovičova vila), Villa Löw-Beer, St.-Jakobs-Kirche (kostel sv. Jakuba), Kamenná kolonie, die Straßen Schodová, Mozartova, Biskupská, Bratří Čapků und Květná, Hauptbahnhof, Mahen-Theater (Mahenovo divadlo), Petrov, Burg Veveří
  • verwendetet Fotografien: Česká televize Brno (Tschech. Fernsehen Brünn)
  • Konzept: Michal Dlouhý
  • Drehbuch: Antonín Moskalyk, Miloš Fedaš, Petr Zikmund, Drahoslav Makovička, Josef Souchop, Hana Slavíková
  • Regie: Antonín Moskalyk, Pavlína Moskalyková – Solo
  • Darsteller: Tomáš Töpfer, Ivan Trojan, Petr Kostka, Erik Pardus, Zdeněk Junák, Stanislav Zindulka, František Švihlík, Josef Apolenář, Alena Antalová, Libuše Šafránková, Andera Elsnerová, Vlasta Peterková, Zdena Herfortová, Jiřina Lesenká und weitere 892 Schauspieler.

ÜBER DIE DREHORTE

Spielberg (Špilberk ) – Burg

Die Burg Spielberg, eine der typischen Brünner Dominanten, wurde um die Mitte des 13. Jahrhunderts auf einem steilen Felshügel erbaut, der sich in einer Höhe von etwa 220 Metern über dem Meeresspiegel unmittelbar über dem historischen Stadtzentrum erhebt. Nach und nach durchlief sie viele Umgestaltungen, bis sie Mitte des 18. Jahrhunderts in die größte und auch die wichtigste Barockfestung in Mähren umgebaut wurde. Berühmt ist sie vor allem für ihr Gefängnis – die Kasematten.

Spielberg (Špilberk )– Park

Der Stadtpark Spielberg mit einer Fläche von 17 ha ist der wichtigste, von der Stadtverwaltung gegründete Brünner Park und wurde als einzigartiges Denkmal der Gartenkunst zusammen mit der Burg Spielberg zum nationalen Kulturdenkmal erklärt. Im Mittelalter waren die oberen Hänge des Hügels Spielberg aus defensiven Gründen kahl, die unteren Hänge mit Weinbergen und Obstgärten bepflanzt. Der Landschaftspark im romantischen Stil wurde in den Jahren 1861 bis 1862 auf Initiative des Brünner Bürgermeisters Christian d’Elvert gegründete. Jetzt kümmert sich die Organisation Veřejná zeleň města Brna (Öffentliche Grünflächen der Stadt Brünn) um den Park.

Park Lužánky

Lužánky mit einer Fläche von 20 Hektar ist der älteste für die Öffentlichkeit zugängliche Stadtpark in der Tschechischen Republik, der wichtigste Brünner Park und Kulturdenkmal. Nach der Auflösung des Jesuitenordens im Jahr 1773 schenkte Kaiser Joseph II. am 9. 9. 1786 den ehemaligen Jesuitengarten den Brünner Bürgern zur Errichtung eines städtischen öffentlichen Gartens. Die ursprüngliche Gestaltung des Parks war im französischen Stil, später wurde der Park in eine natürliche Landschaft umgestaltet, so wie wir sie heute kennen. Jetzt kümmert sich die Organisation Veřejná zeleň města Brna (Öffentliche Grünflächen der Stadt Brünn) um den Park.

Denis-Gärten (Denisovy sady)

Die Denis-Gärten und der Park Studánka, ehemals Park Františkov, waren der erste öffentliche Park in Böhmen und Mähren, die in den Jahren 1814 bis 1818 von der öffentlichen Verwaltung gegründet wurde. Im Jahr 1818 wurde auf der Bastionsfläche ein Obelisk zu Ehren des Kaisers Franz I. errichtet und der Park wurde Františkov genannt. In den Jahren 1939 – 1941 teilte die Verlängerung der Husova-Straße den Park in die heutigen Denis-Gärten und den Park Studánka. Die Landschaftsparks mit den klassizistischen Gebäuden in der Nähe des Areals des nationalen Kulturdenkmals Petrov wurden zu Kulturdenkmälern erklärt und die Rekonstruktion des Parks wurde mit dem Grand Prix der Architektengemeinde (Grand Prix Obce architektů) ausgezeichnet. Um den Park kümmert sich die Organisation Veřejná zeleň města Brna (Öffentliche Grünflächen der Stadt Brünn).

Villa Jurkovič (Jurkovičova vila)

Die Villa Jurkovič ist eines der bedeutendsten Baudenkmäler an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert in Brünn. Zusammen mit der Realisierung von Jurkovičs Entwürfen in Pustevny, Luhačovice und auf dem Schloss Nové Město nad Metují bildet sie das Rückgrat seiner erhaltenen Werke in der Tschechischen Republik. Dieses architektonische Denkmal hat für das Jugendstil-Brünn dieselbe Bedeutung wie die Villa Tugendhat für das funktionalistische Brünn. Sie wird von der Mährischen Galerie in Brünn (Moravské galerie v Brně) verwaltet, die sie auch rekonstruiert hat.

Villa Löw-Beer

Die Villa Löw-Beer gehörte in den Jahren 1913-1939 Alfred Löw-Beer, einem jüdischen Industriellen und Textilmagnaten, der einen Teil des Grundstücks der Villa seiner Tochter Greta schenkte. Diese errichtete an dessen oberen Ende gemeinsam mit ihrem Mann Fritz Tugendhat die Villa Tugendhat.

In der erneuerten Jugendstilvilla Löw-Beer befindet sich die Ausstellung „Die Welt des Brünner Bürgertums zwischen Löw-Beer und Tugendhat (Svět brněnské buržoazie mezi Löw-Beer a Tugendhat)“, die von Kurzzeitausstellungen in der Galerie Celnice (Zollhaus) ergänzt werden. Der Aufenthalt wird den Besuchern vom Café Celnice versüßt, es steht auch eine Bibliothek zur Verfügung. An den Wochenenden finden kommentierte Führungen zum technischen Hintergrund der Villa statt. Die Villa gehört zum Museum Brněnska.

St.-Jakobs-Kirche (kostel sv. Jakuba)

Die Geschichte der spätgotischen Kirche des heiligen Jakobs des Älteren (Größeren), die sich auf dem Jakobsplatz befindet, reicht bis ins frühe 13. Jahrhundert zurück. Es handelt sich um ein wichtiges städtebauliches Denkmal der religiösen Architektur in der Tschechischen Republik und hier ist der Verteidiger der Stadt gegen die schwedische Belagerung, Marschall Louis Raduit de Souches, begraben. Unter der Kirche, die seit 1995 ein nationales Kulturdenkmal ist, befindet sich das zweitgrößte Beinhaus in Europa, gleich nach dem Pariser.

Petrov

Auf dem Petrov-Hügel erhebt sich die Peter-und-Paul- Kathedrale, die Sie von der Zehn-Kronen-Münze kennen. Zusammen mit der Burg Spielberg (hrad Špilberk) sind sie ein unverwechselbares Wahrzeichen von Brünn, aber nur wenige würden vermuten, dass beide Türme erst aus dem frühen 20. Jahrhundert stammen. Unterhalb der monumentalen Kathedrale befindet sich der Park Denis-Gärten (Denisovy sady). Seine unmittelbare Umgebung verfügt über eine sehr intime und malerische Atmosphäre.

Kamenná kolonie

Das Gebiet, das als Kamenná kolonie (Stein-Kolonie) oder auch als Kamenná čtvrť (Stein-Viertel) oder Kamenka bekannt ist, ist eine spezielle Siedlung, die einst eine Not-Kolonie für Arbeiter war. Sie erstreckt sich in einem stillgelegten Steinbruch am rechten Ufer des Flusses Svratka. Durch diese führt eine Straße namens Kamenná čtvrť, von der kurze enge Gassen zu den einzelnen Häusern abzweigen. Die Kolonie bilden etwa 130 kleine historische Häuser mit Giebeldächern und winzig kleinen Höfen, die sich ihr ursprüngliches Aussehen aus der Zeit ihrer Entstehung während der Ersten Republik trotz verschiedener Umbauten erhalten haben. In den engen Steingassen sieht es so aus, als ob hier die Zeit stehen geblieben ist. Das Knäuel von Gassen bietet nicht nur Ruhe, sondern auch gute nachbarschaftliche Verhältnisse.

Jaselská-Kaserne (Jaselská kasárna)

Das heute nicht mehr existente ausgedehnte Militärareal Jaselská- Kaserne lag zwischen der Štefánikova- und der Staňkova- Straße und verwandelte sich in fast 10 Jahren zu einem Filmstudio. Hier wurde nicht nur die fiktive Gendarmerie-Station Brünn mit allem errichtet, was dazu gehörte, sondern hier saß auch die Fernsehproduktion, es gab Räume für Masken- und Kostümbildner und oft auch ein Lager für historische Requisiten. Seinen Schreibtisch hatte hier auch ein Mann, der ein lebendiger Teil des gesamten Projekts war – der Koordinator der Dreharbeiten, Dramaturg, Autor und rechte Hand des Regisseurs Miloš Fedaš.

ETWAS INTERESSANTES ÜBER DIE DREHARBEITEN

Der Regisseur und einer der Gründerväter der Gendarmerie-Humoresken Antonin Moskalyk hat das Ende der Dreharbeiten und die Nachbearbeitung seines umfangreichsten Projekts nicht mehr erlebt (+27. 1. 2006). Seine Rolle während der letzten dreizehnteiligen Serie übernahm seine Tochter Pavlina, die extra wegen der Dreharbeiten für einige Zeit von Hollywood, wo sie mit ihren beiden Töchtern und ihrem Ehemann, dem Künstler-Agenten Mattew Solo lebt, zurück nach Tschechien übersiedelte. Das Herrchen des Hundes Kikina, der in mehreren Episoden der ersten und zweiten dreizehnteiligen Staffel spielt, war auch der Regisseur Antonin Moskalyk.